07 März 2018

Jahreshauptversammlung Ortsverein Stadthagen

Am 04.03.2018 fand im Schützenhaus Stadthagen die Jahreshauptversammlung des AWO Ortsvereins Stadthagen statt.

Lesen Sie nachstehend den Bericht der Schaumburger Nachrichten vom 05.03.2018. Foto und Text Andreas Ohler

 

AWO kontert Vorwürfe der AfD

Hanauske bleibt Vorsitzende des Ortsvereins / SPD-Mitgliederentscheid begrüßt

STADTHAGEN. Die jüngsten Diskussionen rund um die Betreuung von Flüchtlingen im Kreis Schaumburg haben bei der Hauptversammlung des Awo-Ortsvereins Stadthagen für ein erhebliches Echo gesorgt. Begrüßt wurde das Mitgliedervotum der SPD für eine erneuten Beteiligung an einer großen Koalition.

„Wir verwahren uns gegen den Vorwurf der AfD, dass die Flüchtlingssozialarbeit auf Zuruf erfolgt sei“, erklärte Heinz- Gerhard Schöttelndreier, Vorsitzender des Kreisverbandes Schaumburg. Es sei eine originäre Aufgabe der AWO, Menschen zu helfen, ganz egal ob es sich dabei um Einheimische oder um Geflohene handele, so Schöttelndreier.

Die AfD-Kreistagsfraktion will gerichtlich prüfen lassen, ob die Zahlungen des Landkreises an den Awo-Kreisverband Schaumburg rechtmäßig sind (wir berichteten). In Schaumburg befinden sich derzeit etwa 3500 Personen, die ihre jeweiligen Herkunftsländer hatten verlassen müssen. „Wir kümmern uns um Ausländer, die integriert werden wollen und müssen“, sagte der frühere Landrat. Von einem ganz normalen Verfahren sprach auch die Vorsitzende Heidemarie Hanauske: „Der Kreis muss beschließen, wohin die bereitgestellten Gelder fließen sollen. Das ist da geschehen.“

Auf Wohlwollen stieß dagegen der Mitgliederentscheid der SPD, in dem die Partei sich für eine Neuauflage der Großen Koalition aussprach. „Diese Konstellation bietet uns die Möglichkeit, nötige Reformen, etwa im Zusammenhang mit der Pflege oder im Bezug auf die hohe Zahl der Langzeitarbeitslosen vorzunehmen.“

Sorgen bereitet die Entwicklung der Mitgliederzahl, die sich im vergangenen Jahr von 172 auf 161 Personen verringert hat. Zudem ist der Altersschnitt relativ hoch, lediglich acht Awo-Mitglieder sind derzeit jünger als 18 Jahre.

Hanauske wurde bei der Versammlung im Schützenhaus an der Schachtstraße genauso in ihrem Amt bestätigt wie Dennis Laroche (Stellvertretender Vorsitzender), Anja Jansen (Kassiererin), Ursula Müller-Krahtz (Schriftführerin) und Werner Vehling (Revisor). Der Kreis der Beisitzer wurde erweitert, zu ihm gehören nun Alexandra Jansen, Marianne Mang, Mahmut Tarak, Ursula Wist, Siegfried Voigt und Christine Kläfker-Kimmel. Als Delegierte für die Kreiskonferenz am 14. April wurden Jan- Philipp Beck, Erika Hoppe-Deter, Anja Jansen, Alexandra Jansen, Kläfker-Kimmel, Siegbert Krickhahn, Dennis und Katja Laroche, Eric Nagel, Nina und Konrad Pawletko sowie Vehling gewählt. Angela Wienecke, zuletzt Beisitzerin und vorher stellvertretende Vorsitzende, wurde aus dem Vorstand verabschiedet.

Für langjährige Mitgliedschaft bei der AWO wurden Mang (seit 20 Jahren Mitglied) und Günter Drieschner (seit 60 Jahren) geehrt. Lu Seegers, Geschäftsführerin der Schaumburger Landschaft, referierte in einem Vortrag mit dem Titel „Kulturorte im historischen Schaumburg“ über geschichtliche Entwicklungen im Kreis. ano

 

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