01 März 2019

AWO OV Lindhorst. Jahreshauptversammlung 2019

Bild oben: Carola Lauenstein bekommt vom Kreisvorsitzenden Heinz-Gerhard Schöttelndreier und Ortsvereinsleiterin Siegrid Wolff die Auszeichnung für 25-jährige Mitgliedschaft in der AWO.

Bild- und Textquelle: Schaumburger Nachrichten 20.02.2019

Samtgemeinden

Zeit für den anderen nehmen

Die Vereine beklagen in jüngster Zeit mangelnden Nachwuchs und schließen daraus auch, dass die Gesellschaft „immer egoistischer“ werde, hat Heinz-Gerhard Schöttelndreier, Kreisvorsitzender der Arbeiterwohlfahrt (AWO), bei der Jahresversammlung des Ortsvereins Lindhorst erklärt. „Es gibt aber Gemeinschaften, die funktionieren“, sagte er, „gerade hier in Lindhorst“. Diese Basis sei besonders wichtig für die vielfältigen Aufgaben im Bereich der Sozialarbeit der AWO, die im Kreis inzwischen 88 hauptamtliche Mitarbeiter beschäftige. „Je stärker die Basis ist, umso stärker ist der Rückhalt für die Arbeit der Hauptamtlichen“, sagte der Kreisvorsitzende. In Lindhorst beispielsweise sei das ehrenamtliche Engagement so groß, dass dort einer der wenigen Schaumburger Ortsvereine sei, der noch h Sammlungen veranstalten könne.

Was der 46 Mitglieder zählende Verein ansonsten noch alles auf die Beine stellt, davon berichtete Vorsitzende Siegrid Wolff. Vom Betrieb der Kleiderkammer über die Organisation von Seniorennachmittagen und Ausflügen bis zu Kranken- und Geburtstagsbesuchen reicht die Palette der Aufgaben. „Wir müssen in unserer schnelllebigen Zeit etwas Zeit investieren, um für den anderen da zu sein, mit ihm zu sprechen, ihn zu verstehen und mit ihm lachen“, sagte Wolff. Dies geschehe inzwischen auch in der Kleiderkammer, die sich zu einem kleinen Treffpunkt entwickelt habe.

Dennoch bleibt auch die AWO nicht von Problemen verschont. Wie berichtet, wird teilweise Müll vor der Ladentür der Kleiderkammer abgeladen. In diesem Zusammenhang gab es ein Lob für die Zusammenarbeit mit Bauhof und Verwaltung, was Samtgemeindebürgermeister Andreas Günther gerne zurückgab: „Auch die AWO ist für die Belange der Samtgemeinde da.“

Samtgemeindebürgermeisterkandidatin Svenja Edler, die sich dem Ortsverein vorstellte, versprach im Falle eines Wahlerfolges, die gute Zusammenarbeit fortzusetzen und ein offenes Ohr für die Belange der AWO zu haben.

Wolff, die feststellte, dass sie in diesem Jahr seit 30 Jahren den Vorsitz innehat, kündigte bei der Sitzung an, nur noch begrenzt für den Vorstand zu Verfügung zu stehen. „Es wird langsam Zeit, dass ich mich zurückziehe“, sagte sie. „Ich helfe aber gerne weiterhin mit.“

Der Kreisvorsitzende ehrte Carola Lauenstein mit der Silbernen Ehrennadel für 25-jährige Mitgliedschaft. Auch Inge Trepte ist 25 Jahre im Verein, war jedoch nicht anwesend. Zehn Jahre in der AWO sind Cerstin Bayer, Hannelore Bothe, Artur Bothe, Maria Wagner und Inge Zenker. bab

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