01 März 2018

Mitglied des AWO Bundespräsidiums auf AWO Jahreshauptversammlung Ortsverein Bückeburg

Lesen Sie dazu einen Bericht von Michael Meißner aus der Internet-Zeitung für Bückeburg

Ehrung für „Powerfrau“ Grit Schmidt
Jahreshauptversammlung AWO Ortsverein
Bückeburg (mm-28.02.18). Zu Beginn der Jahreshauptversammlung des AWO Ortsvereins Bückeburg in der Begegnungsstätte hat Vorsitzender Stephan Hartmann Veranstaltungen und Aktionen im vergangenen Jahr Revue passieren lassen. Zum Ende des Jahres 2017 gehörten 70 Mitglieder, gegenüber 67 im Vorjahr, dem Ortsverein an.

„Ohne die AWO wäre die Flüchtlingsarbeit in Bückeburg überhaupt nicht denkbar gewesen“, dankte Bürgermeister Reiner Brombach der AWO für die geleistete wirkungsvolle Arbeit. „Es ist kein Ruhmesblatt für unseren wohlhabenden Staat, wenn die AWO und andere Sozialverbände so dringend gebraucht werden“, meinte Brombach. Der Bürgermeister hält es für erforderlich, den vor Kriegswirren geflüchteten Menschen „im Rahmen unserer Leistungsfähigkeit“ zu helfen, wenn einige europäische Nachbarn sich dieser Verpflichtung auch nicht bewusst sind.

Die stellvertretende AWO-Kreisvorsitzende Grit Schmidt berichtete, dass die AWO im nächsten Jahr 100 Jahre alt wird. Im Landkreis spiele die AWO eine bedeutende Rolle. Neben Frauen- und Familienpolitik sei die Arbeit mit und für die Flüchtlinge ein Schwerpunkt der Arbeit. In enger Kooperation mit Landkreis und DRK werde deren Integration in den Arbeitsmarkt angestrebt. „Die AWO ist ein verlässlicher Partner und Rettungsanker – wir wurden gebraucht und werden auch in Zukunft gebraucht!“, sagte Schmidt.

Christiane Reckmann, Mitglied im AWO Bundesverband und Bundesvorsitzende des Familienverbandes Zukunftsforum Familie, referierte zum Thema „Der Wandel im Familienbild“. Sie erinnerte daran, dass die AWO bereits vor 20 Jahren darauf hingewiesen habe, „dass in jedem siebten Kinderzimmer die Armut mitspielt“. Heute gelte diese Aussage für jedes fünfte Kinderzimmer.

Bückeburg, Stadthagen und Rinteln wirken, so Reckmann, wie reiche Städte, aber auch hier sei Kinderarmut vorhanden. Die Städte hätten zwar im Bereich Schulen und Kitas viel geleistet, „aber Familien brauchen nicht nur Kitas, sondern auch ein ausreichendes Einkommen!“ Erforderlich sei eine „Kindergrundsicherung“.

Entsetzt zeigte sich Reckmann über das Gesetz, das den Familiennachzug von subsidiär geschützten Flüchtlingen aussetzt und dann auf 1000 Personen begrenzt. „Die Familie hat einen hohen Stellenwert, die Menschen kommen hier nur zurecht, wenn sie ihre Familien bei sich haben.“

Grit Schmidt wurde für eine 25-jährige Mitgliedschaft von Stephan Hartmann und Christiane Reckmann geehrt. Nach ihrem Eintritt am 1. April 1993 hat Schmidt schon fast alles in der AWO gemacht, organisiert Veranstaltungen und ist seit 2007 Kassiererin im Ortsverein und zudem stellvertretende Vorsitzende im AWO-Kreisvorstand. „Mit Grit Schmidt ehren wir eine wichtige Impulsgeberin im Vorstand und Powerfrau“, meinte Reckmann zutreffend.

 

 

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